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Bewegungs- und Spielangebote

Bewegungs- und Spielangebote gehören zu den zentralen Elementen des Bewegungskindergartens. Folgende Bausteine sollten im Tages- bzw. Wochenablauf des Bewegungskindergartens RLP enthalten sein:

  • Bewegungsalltag
    Der Bewegungskindergarten bietet täglich möglichst viel freie Zeit für Bewegung und Spielen an. In dieser Zeit beobachten die Erziehenden die Kinder sehr genau und eignen sich differenzierte Kenntnisse über den Entwicklungsstand und die Bedürfnisse einzelner Kinder an. Auf dieser Grundlage können fördernde Angebote geplant werden.
  • Die angeleitete Bewegungs- und Spielstunde:
    Diese soll mindestens einmal in der Woche im Bewegungsraum, im Außengelände, in der Natur oder im Schwimmbad stattfinden und mindestens 45 Minuten lang sein. Die Angebote können in ihren Zielsetzungen sehr vielseitig sein. So ist es möglich, Sprachförderung in Bewegung zu initiieren. Das Spielen in vorgegebenen erfundenen Bewegungsgeschichten, das Nachspielen eines Bilderbuches, Hüpfspiele mit Sprachreimen, Bewegungslieder zum Mitsingen, alle diese Inhalte können die sprachlichen Kompetenzen der Kinder gezielt fördern. Die grobmotorische Förderung kann durch eine vielseitige Bewegungslandschaft, die zum Klettern, Balancieren, und Hangeln einlädt, unterstützt werden. Ein Bewegungsangebot mit unterschiedlichen Wurfbuden und unterschiedlichen Wurfmaterialien fördert die Entwicklung der Feinmotorik.
Bewegungsgrundformen
Abb 1: Grobmotorische Bewegungsgrundformen

Durch großräumiges Bauen und Konstruieren mit den Groß-, Klein- und psychomotorischen Materialien werden weitere Bewegungsformen geschult. Über diese Tätigkeiten, die den ganzen Körpereinsatz beanspruchen, wird der wohldosierte Krafteinsatz bei großräumigeren Bewegungen geschult. Gleichzeitig fördert es je nach Aufgabenstellung die Ausbildung der Kraft in den Armen und im Rumpf.

Konstruieren und Gestalten
Abb.2: Konstruieren und Gestalten
  • 15 Minuten angeleitete Bewegungsspiele täglich
    Jede Gruppe soll täglich 15 Minuten angeleitete Bewegungsangebote durchführen. Dazu bietet sich u. a. bei gutem Wetter das Außengelände, bei schlechtem Wetter der Gruppenraum an. Unter die Bewegungsangebote fallen vor allem die traditionellen und neuen, so genannten Kleinen Spiele, die das Kind in seiner Wahrnehmungs- und Bewegungsfähigkeit schulen und die Grundfähigkeiten für die späteren Sportspiele ausbilden. Auch Kreisspiele, Bewegungslieder, die so genannten "Kim Spiele" zur Wahrnehmungsförderung, sowie Straßenspiele wie Seilspringen oder Hüpfkästchen können in einfachen Varianten eingeführt werden. Dabei sollen Spiele häufig wiederholt werden, so dass Kinder Spielstrategien entwickeln lernen.
  • Sport AGs und Projekte:
    Neben den geplanten Angeboten für alle Kinder, sollte ein Bewegungskindergarten immer wieder auf der Suche nach AG Angeboten sein, für die sich Kinder über einen gewissen Zeitraum melden können. Diese AGs können schon der gezielteren Vorbereitung sportlicher Fertigkeiten dienen, Freizeitaktivitäten vorbereiten und vieles mehr.
    Hier ist es Kindern möglich, ihre speziellen Neigungen und Fähigkeiten auszubilden.
    Schwimm AG,
    Fußball AG,
    Tanz AG,
    Laufabzeichen AG,
    Fahrradführerschein
    Bei diesen Angeboten kann eng mit den örtlichen Sportvereinen kooperiert werden. Das Programm "Kooperation Kindergarten und Sportverein" der Sportjugend Rheinland-Pfalz schafft hier gute Voraussetzungen. Auch können Eltern mit besonderen Kompetenzen die Einrichtung solcher AGs unterstützen.