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Prinzipien in der Beziehungsgestaltung zwischen Erzieher/In und dem Kind

  • Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung: Das Selbstkonzept eines Kindes wird mit beeinflusst durch die Annahme des Kindes, wie andere es einschätzen.
  • Wertschätzung des Kindes: Der Erziehende vermittelt dem Kind durch seine Grundhaltung Wertschätzung in seiner ganzen Mimik, Gestik und Kommunikation.
  • Kindern ihre Stärken und Fähigkeiten bewusst machen: Die Fähigkeiten und Stärken des Kindes stehen im Vordergrund, nicht das Kind als defizitäres Wesen. In einer defizitorientierten Entwicklungsförderung des Kindes geht der Blick für die individuelle Entwicklung des Kindes mit seinen momentanen Interessen und Entwicklungsimpulsen verloren. In einem Bewegungskindergarten zeigen die Erziehenden dem Kind was es kann bzw. was es dazu gelernt hat.
  • Keine vorschnelle Hilfeleistung: Um das Kind in seiner Eigentätigkeit und Selbstwirksamkeit zu unterstützen, hält der Erziehende sich mit vorschnellen Hilfeleistungen und Ratschlägen zurück.
  • Bewertung vermeiden: Der Erziehende begleitet sprachlich die Tätigkeiten des Kindes, reflektiert sie mit dem Kind oder regt durch Fragen an. Dadurch spürt das Kind das Interesse des Erziehenden an seinen Handlungen, diese werden aber nicht in ein "richtig" oder "falsch" eingeordnet.
  • Leistungsvergleiche untereinander vermeiden: Auch wenn das Streben nach Leistungsvergleichen im späten Vorschulalter und im Grundschulalter zu den Entwicklungsaufgaben des Kindes gehören, so kann es für Kinder mit Entwicklungsschwierigkeiten eher negative Auswirkungen auf die Ausbildung ihres Selbstkonzepts haben. Der Erziehende sollte daher im Vorschulalter Wettkämpfe und sportliche Leistungsvergleiche nicht provozieren. Wenn sie angeboten werden, muss das Prinzip der Freiwilligkeit Berücksichtigung finden.