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Die pädagogische Konzeption

Ausgangspunkt der Bildungs- und Erziehungsempfehlungen ist das Kind als aktiv lernendes Wesen, das aus sich heraus die Welt in seiner Neugierde und mit seinem angeborenen Bewegungsdrang selbstständig erobert. Dennoch sind Kinder eingebunden in eine soziale, kulturelle und religiöse Umgebung. Vor diesem Hintergrund ergeben sich auch Entscheidungen, mit welchen Erfahrungen Kinder sich auseinandersetzen sollen und welche Gelegenheiten ihnen dafür zur Verfügung gestellt werden. Hier greift die erzieherische Dimension und Verantwortung der Erwachsenen in den Entwicklungsprozess der Kinder ein (vgl. Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in RLP 2005, S.13). In einem Bewegungskindergarten bezieht sich diese Gestaltung der Umwelt, die Planung der Lernumgebung und die Auswahl der geplanten Angebote im besonderen Maße darauf, Bewegung und Spielen zu einem grundlegenden Prinzip der Bildung und Erziehung auf der Grundlage des humanistischen Menschenbildes zu machen. Dadurch soll eine kindgemäße gesunde körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung gefördert werden, die zu einer harmonischen Persönlichkeitsentwicklung des Kindes führt.
Diese besondere Ausrichtung der Kindertagesstätte auf Bewegung und Spielen muss deutlich in der pädagogischen Konzeption der Einrichtung verankert sein.

Die folgende Tabelle zeigt, wie Bausteine einer pädagogischen Konzeption für die Konzeption eines Bewegungskindergartens erweitert werden können.

Bausteine der pädagogischen Konzeption (vgl. Krenz 1996) Bausteine einer bewegungspädagogischen Konzeption
  • Pädagogischer Ansatz

Bewegen und Spielen als grundlegendes Prinzip der Bildung und Erziehung auf der Grundlage des humanistischen Menschenbildes. Die pädagogische Konzeption sollte sich wider spiegeln

  • in der Beziehungsgestaltung zwischen Kind und Erzieher/In
  • in den Grundprinzipien der Raum- und Materialgestaltung der Einrichtung
  • in möglichst ausgiebigen Freispielphasen, die von aufmerksamen Erziehern/Innen begleitet werden.
  • in regelmäßig geplanten Bewegungs- und Spielangeboten, die zur gezielten Unterstützung der kindlichen Entwicklung beitragen und Kinder immer wieder neu fordern
  • in der besonderen Berücksichtigung der Kinder, die in ihrer Entwicklung Probleme aufweisen.
  • in der besonderen Bildung der Eltern zur Bedeutung von Bewegung und Spiel für die kindliche Entwicklung
  • in der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie Sportvereinen, Schulen etc. die in besonderen Maße zur Entwicklungsförderung durch Bewegung beitragen können.
  • Zielsetzungen
  • Entfaltung körperlich motorischer Fähigkeiten durch Bewegung und Spiel
  • Lernen durch Kopf, Herz und Hand
  • Entfaltung sozialer Fähigkeiten durch Bewegung und Spiel
  • Sicherheitserziehung durch Bewegung und Spiel
  • Integration durch Bewegung und Spiel
  • Persönlichkeitsentwicklung durch Bewegung und Spiel
  • Bedeutung des Stellenwertes des Spiels

Bedeutung des Stellenwertes Bewegung. Bewegung unterstützt:

  • die sensorische Entwicklung
  • die körperliche Entwicklung
  • die motorische Entwicklung
  • die geistige Entwicklung
  • die psychische und emotionale Entwicklung
  • die soziale Entwicklung
  • Kinder
Ganzheitliche Förderung des Kindes in Sinne des humanistischen Menschenbildes
  • Eltern
Eltern integrieren in Form von Elternabenden, Spielnachmittage, Bewegungsfeste, Ausflüge, etc.
  • Mitarbeiter/Innen
Mitarbeiter qualifizieren und sensibel machen für Bewegung
  • Zusammenarbeit mit dem Träger
Anerkennung und Förderung der Konzeption des Bewegungskindergartens.
  • Öffentlichkeitsarbeit
Nach außen tragen des Profils, Bedeutung der Bewegung in der Elementarpädagogik in den Blick der Öffentlichkeit rücken\