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Der Bewegungskindergarten und die neuen Bildungs- und
Erziehungsempfehlungen für Kitas in Rheinland-Pfalz
In einem Bewegungskindergarten wird Bildung durch Bewegung
initiiert. Das heißt, dass auch die geistigen und sozialen
Entwicklungsbereiche des Kindes gezielt durch Bewegung und Spiel
gefördert werden. Hier entspricht der Bewegungskindergarten den neuen
Bildungs- und Erziehungsempfehlungen, die der Bewegung, der Wahrnehmung
und dem kindlichen Spiel als Lernform eine sehr hohe Bedeutung
beimessen:
- "Die enge Verknüpfung von Wahrnehmung mit Bewegung und Sprache ist
Grundlage für die Ausdifferenzierung der Hirnfunktionen" (S.21)
- "Durch Bewegung erobert sich das Kind seine Umwelt, gewinnt
kognitive, affektive und soziale Erfahrungen und drückt sich durch
Bewegung aus. Die Bewegung gehört zu den elementaren kindlichen
Handlungs- und Ausdrucksformen. Durch sie bauen Kinder ihre
motorischen Fähigkeiten auf, gewinnen an Geschicklichkeit und
Sicherheit und nehmen sich selbst und ihre Umwelt deutlich wahr."
(S.24)
Wie bereits beschrieben, ist das freie Spielen in Bewegung die
wichtigste Lernform des Kindes in einem Bewegungskindergarten. Dem
Spielen wird eine besondere Richtung gegeben: Spielen in Bewegung. Auch
hier folgt der Bewegungskindergarten den Bildungs- und
Erziehungsempfehlungen:
- "Das Spiel ist die wichtigste Lernform der Kindertagesstätte. Es
umfasst Tätigkeiten, die als Arbeit bezeichnet werden können, die
jedoch im Erleben des Kindes zweckfrei und lustbetont sind. Kinder
entwickeln in der spielerischen Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt
ihre physischen, psychischen und sozialen Fähigkeiten weiter. Spielen
stellt für sie die wichtigste Form der Welterfahrung dar, die es ihnen
ermöglicht, sich selbst in Beziehung zu ihrer Umwelt zu
setzen. Spielerisch lernen sie die Welt kennen, erfassen sie und
lernen sie auch zu verändern."(S.44)
Bewegung und Spiel in einem Bewegungskindergarten gehen also konform mit
den neuen Bildungs- und Erziehungsempfehlungen und setzen diese in
besonders kindgemäßer Form um.
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